Ganz ehrlich: ich wollte schon mit 15 Jahren Professor werden… So gesehen war die Berufung 2008 ein Beleg für die Kraft menschlichen Willens. Und unterrichten macht mir bis heute Freude. Vor allem die immense Verantwortung, jungen Leuten zunächst den richtigen Weg in die berufliche Zukunft finden zu helfen und dann gemeinsam daran zu arbeiten, dass der eingeschlagene Weg oder der nötige Richtungswechsel auch gelingt und Erfüllung bringt, ist doch eher Beruf als Job. Was das Schönste daran ist: interessierte, offene, konstruktiv kritische und möglichst humorvolle Studierende!

Meine Biographie zeigt eine Konstante, von der ich mich nie ganz gelöst habe, auch wenn sie nie der alleinige Mittelpunkt meines Lebens war: die Kirchenmusik. Lehramt begonnen zu studieren – gewechselt zur Kirchenmusik. Nicht Kirchenmusik weiter studiert – Spezialisierung auf das Dirigieren und speziell den Chor. Arbeit bei den Regensburger Domspatzen – diese jedoch mit einem starken musikpädagogischen und (zu) kleinem liturgischen Schwerpunkt. Freiberuflich multipel unterwegs – diese Impulse immer wieder gewinnbringend in die Kirchenmusikerausbildung eingebracht. Professor an einer großen staatlichen Hochschule – integriert in eine der größten Kirchenmusikabteilungen des Landes und stolz darauf, dass wir solch einen ungebrochenen Zulauf haben. Stolz nicht zuletzt darauf, dass unsere Absolventen immer wieder herausragende Stellen bekommen, die meinem Profil nicht ganz unähnlich sind (Domkantoren, Diözesanbeauftragte Chor oder Kinderchor…).

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