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Aus Kindern werden Leute
Es ist mir erst zuhause, nach der Feier bewusst geworden: ich habe heute in der Liturgie vom Leiden und Sterben Jesu Christi die Johannespassion von Hermann Schroeder zusammen mit drei gestandenen Erwachsenen als Soliloquenten gesungen, die allesamt bei mir im Kinderchor angefangen haben! Da durfte ich also am Karfreitag etwas „ernten“, was mir im Sinne nachhaltiger Chorarbeit so wichtig ist.
Und ich bin stolz auf die Freiwilligengruppe meines Singkreises Deuerling, die diese Passion heute so eindrucksvoll und gekonnt gesungen hat!
Wer sich für dieses m.E. wirklich tiefgründige Werk interessiert – hier habe ich einen alten Aufsatz gefunden:
Viele Wege, auf denen ein Ziel erreicht werden kann
Es gibt viele Initiativen und Modelle, die das Singen mit Kindern fördern wollen. Diese in den letzten Jahren erfreulich aufgeblühte Szene ist kaum mehr überschaubar. Auch ich halte nicht jede einzelne für sinnvoll, aber ich bin stolz darauf und dankbar dafür, dass ich an vielen unterschiedlichen mitwirken darf. Denn der (vielleicht auch etwas typisch deutsche) Streit um den allein selig machenden Weg verstellt den Blick darauf, was alles doch wirklich toll funktioniert und jeweils bemerkenswerte Ergebnisse liefert. Hier ein Beispiel aus Schwaben, das ich (wie der Film zeigt) von innen heraus kenne. Tja – und da überlegt man schon wieder: soll man das Video mit dem doch etwas zu brustigen Mozart jetzt posten oder nicht – was werden die Kollegen sagen? Ich jedenfalls weiß, dass im Rahmen dieses Modells großer Wert darauf gelegt wird, möglichst alles richtig zu machen. und wer einmal eine Marktoberdorfer Chorklasse gehört hat, weiß das auch.


