Moderne Mittel gegen die E-Mail-Flut

Chorleiter haben einen hohen Kommunikationsaufwand. Wenn sie mehrere Chöre leiten einen vielfachen.

Hochschullehrer haben einen hohen Kommunikationsaufwand. Im Ensembleleitungsbereich mehr als im künstlerischen Einzelunterricht.

Vereinsvorsitzende haben einen hohen Kommunikationsaufwand – pro Verein, also mitunter mehrfach.

Dann kommt bei mir noch der Orgeldienst dazu und die freiberufliche Tätigkeit als Referent, Dirigent, Autor und Coach.

Ob es funktioniert, kann ich noch nicht sagen, aber ich bin sehr zuversichtlich: Heute habe ich mit der Freischaltung der internen Bereiche auf der Homepage des Singkreis Deuerling und gerade auch im Bereich „Hochschule“ auf dieser Homepage einen Schritt zur Eindämmung der E-Mail-Flut gemacht. Im Grunde genommen ist es einfach: die Pflicht, alle zu informieren und dies vor allem in sinnvollen Abständen zu wiederholen, lag bislang bei mir – nun haben „die Anderen“ die Pflicht, sich auf diesen Plattformen zu informieren. Vorausgesetzt ich schaffe es, die Informationen aktuell zu halten, reicht es somit, wenn ich einmal etwas kommuniziere. Und „FAQ“, häufig nachgefragte Dinge trage ich nach und stelle sie auf diese Weise jeder und jedem zur Verfügung, der auf die Informationen zugreift.

Alle E-Mails werden nicht verschwinden, besonders nur wenige bei mir eingehende (Nachfragen nach längst kommunizierten Dingen). Aber gedacht ist das besonders auch als Service für die Menschen, die bislang mit meinen Mails vollgepflastert wurden – sie werden erheblich entlastet und schauen jetzt nach, wann es ihnen gut passt. Für mich gehört auch eine möglichst angenehme Kommunikation zu einem sorgsamen, wertschätzenden und stressreduzierenden Umgang mit den vielen Menschen, die sich mir anvertrauen.

Feedback immer erwünscht!

Gruß zum Schulbeginn (in Bayern)

Heute geht also auch in Bayern die Schule wieder los. Den Lehrkräften wünsche ich einen guten Start, einigermaßen kooperative und anständige Schüler_innen und vor allem die Gewissheit, dass sie einen der wichtigsten Beiträge zu unserer Gesellschaft leisten – manches Mal trotz Bildungspolitik, trotz anstrengender Eltern (wie mir), trotz nicht adäquater Wertschätzung der Gesellschaft.

Den Schüler_innen wünsche ich gute und überzeugende Lehrer, Freude am Lernen und schon auch die Demut und Dankbarkeit, zu erkennen, dass man es hierzulande im internationalen Vergleich doch nicht sooo schlecht getroffen hat: man geht kostenlos zur Schule, lernt aber bei den derzeitigen Aussichten wahrlich nicht umsonst.

Musiklehrer_innen sind chronisch überlastet, haben aber vielleicht doch bis hierher gelesen. Ihr unterrichtet eines der wichtigsten Fächer, egal wie das Wirtschaft und Andere sehen und bewerten. Jetzt geht es nur noch darum, sich im Lehren die Freiheit zu bewahren, tatsächlich Musik an die jungen Leute heranzubringen und nicht nur Lehrplaninhalte. Und es geht darum, selbst die Musik nicht zu verlieren. Ganz schön schwierig – aber: ihr schafft das!