Singen unterrichten

Der Professor, Chordirigent, Kirchenmusiker und Referent entdeckt mehr und mehr ein Feld für sich, das sich beinahe nebenbei entwickelt hat. Ich unterrichte nun doch schon seit einiger Zeit einige wenige, sehr verschiedene Schüler_innen im Singen. Anfangs hatte ich echte Skrupel, denn ich bin kein ausgebildeter Gesangslehrer, auch kein ausgebildeter Sänger. Aber es macht mir Freude und es erfüllt mich sehr, Menschen bei der Ent-deckung und Ent-faltung ihrer Stimme zu helfen. Was da alles passiert und was da alles an Be-lastung mitgebracht wird, füllt vielleicht irgendwann einmal ein Buch (eins der vielen, die ich gerne schreiben möchte…).

Mich reizen vor allem diese beiden Schienen, auf denen der Unterricht läuft und die so oft zu Unrecht gegeneinander ausgespielt werden: die Psyche/das Gefühl und die Technik. Mein Ansatz ist dabei vor allem, handfeste technische Maßnahmen zu nutzen, um psychische Blockaden und Schwierigkeiten fühlbar abzubauen. Umgekehrt versuche ich, technische Hürden durch psychologische Hilfestellungen meistern zu helfen. Für mich ist das eine ohne das andere nicht denkbar. Ich möchte kein rein „charismatisch fühlender“ Lehrer sein, ebenso aber auch kein rein technisch denkender Pragmatiker.

Mir macht es Freude, mich erfüllt es. Und die „Kunden“ offenbar auch. Das ist doch schon mal keine schlechte Basis, auch wenn ich das als Laie tue 🙂

Musik zur Nacht – Anklang bei Kritik und Publikum

Bereits die fünfte Rezension in Folge – erfreulicherweise von 5 verschiedenen Rezensenten in 3 verschiedenen Zeitungen – bescheinigt unserem Kammerchor vox animata ausgezeichnete Leistungen. 2015 gegründet haben wir schon viel erlebt und viel geschafft, diese Besprechungen zeigen uns, dass sich die viele Arbeit und alle Anstrengungen lohnen. Hier der Link zur Besprechung des Konzertes vom 2.6.2018 in Regensburg, erschienenen in der Mittelbayerischen Zeitung und so freundlich verfasst von Gerhard Dietel:

https://www.mittelbayerische.de/kultur-nachrichten/von-stille-und-sternenhimmel-21853-art1654940.html

Da die Meinung eines Kritikers noch lange und von vielen Menschen nachlesbar ist, bedeutet sie uns Musikern viel und ist auch sehr wichtig. Denn wir müssen uns vermarkten, müssen viele Leute erreichen, um das tun zu können, was wir lieben. Und natürlich streben wir nach Anerkennung.

Umso wichtiger aber sind die Reaktionen des Publikums. Man weiß nur von denjenigen, die man persönlich kennt, ob es musikliebende Laien sind oder Leute vom Fach, und es ist mir persönlich die spontane Meinung eines Laien oft mehr wert als kollegiale Rückmeldungen. Jedenfalls freut es einen natürlich umso mehr, wenn wie am vergangenen Samstag der Applaus nicht enden will, der zuerst völlig richtig während des Konzertes ohne Aufforderung dazu ausblieb, weil die Stimmung so dicht und so erfüllt war. Wenn in einer bayerischen, katholischen Kirche bei einem klassischen Chorkonzert auf den Bänken getrampelt wird, will das etwas heißen, ebenso, wenn die doch eher zurückhaltend temperamentvollen Oberpfälzer sich vier Zugaben erklatschen.